endlich wieder:

Am Freitag, 25. September 2020 findet von 15 bis 18 Uhr
in der Fußgeherzone Mariahilferstraße / Bereich Barnabitengasse – an der Grenze der Bezirke 6 und 7 – eine “Sprechstunde der Vielfalt” statt. Diese zunächst am Gesellschaftsklimatag geplante Veranstaltung musste Corona-bedingt abgesagt werden. Nun holen wir sie nach!

Ohne Empathie geht’s nie

In ihrem Buch „Die Kunst des Miteinander Redens , über den Dialog in Gesellschaft und Politik“ beschäftigen sich der Medienwissenschafter Berhard Pörksen und der Kommunikationspsychologe Friedemann Schulz von Thun mit den Voraussetzungen für gelingende Kommunikation, auch über Gräben hinweg. Ohne Achtung der Gesprächspartner und der Bereitschaft, ein Körnchen Wahrheit auch in konträren Positionen (an) zu erkennen reden wir aneinander vorbei. Mit den digitalen Medien wurde diese Kommunikation erschwert, denn im persönlichen Gespräch achten wir eher darauf, was wir wie sagen.
Schulz von Thuns 4-Ohren Modell der Kommunikation (Sachebene, Selbstoffenbarung, Beziehung, Appel) kommt ebenso zum Tragen wie das Wertequadrat (Dilemmaquadrat): Damit sind gegenteilige Positionen gemeint, die beim Anderen in ihrer übertriebenen Extremform kritisiert werden: Beispiel für das „Runtermachen“ einer konträren Position durch ihre Überspitzung: Empathie und Verständnis können zu akzeptierender Sympathie umgedeutet werden oder (die Gegenposition) abgrenzender Konfrontation zu gehässiger Verächtlichkeit „übertrieben“ werden. Sehr lesens- und nachdenkenswert!

Carl Hanser Verlag, 2020

im Dialog bleiben

Derzeit sind persönliche Dialoge leider nicht möglich. Videokonferenzen sind kein wirklicher Ersatz dafür.
In der Zwischenzeit ein paar Zitate zu Dialog und Frieden:

Das echte Gespräch bedeutet: aus dem Ich heraustreten und an die Tür des Du klopfen. (Albert Camus).

Der Freund des Gespräches aber ist der Freund des Friedens, der nur auf dem Gespräch der Menschen miteinander ruhen kann. (Richard von Weizsäcker).

als soziale Innovation gefördert

Wir freuen uns, dass „Dialog mit Andersdenkenden“ von der Stadt Wien 2020 aus dem Projekt Soziale Innovation Wien mit dem Themenschwerpunkt Nachbarschaft gefördert wird!
Damit kann unterstützendes Material (Flipchart, Flyer etc.) angeschafft werden.

Dialog mit Andersdenkenden

Am Stammtisch wird oftmals abwertend diskutiert – hier wird die Spaltung der Gesellschaft vertieft. Das ist kein geeigneter Rahmen um über ein gutes Miteinander in der Gesellschaft zu reden. Dazu braucht es wertschätzende Formen des Dialoges.
In Dialogver­anstaltungen mit Andersdenkenden sollen wichtige gesellschaftliche Fragen diskutiert werden.
Die TeilnehmerInnen lernen durch Zuhören und Perspektivenwechsel andere, auch gegensätzliche Standpunkte kennen.
Ziel ist es, weitgehenden Konsens in menschenrechtlichen und demokratiepolitischen Fragen zu erzielen.